HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - HSG Marburg/Cappel 34:24 (17:14)

"Wir sind nicht untergegangen und können trotz der Niederlage zufrieden sein", sagte Marburgs Co-Trainer Bernd Portjanow. Lange hielten die Gäste gleichwertig dagegen. Den Drei-Tore-Rückstand zur Pause hatte Marburg/Cappel beim 18:19 zunächst auf einen Zähler verkürzt und beim 21:21 (40.) ausgeglichen. "Wir spielten für unsere Möglichkeiten optimal. Danach machte sich bei uns allerdings wegen der fehlenden personellen Alternativen ein Substanzverlust bemerkbar."

Tore für Marburg: Jonas Schuster, Max Flothow (je 7), Lars Hornung (4), Julian Ingenbleek (3), Jan Ackermann (2), Arne Ackermann (1)

HSG Marburg/Cappel – TuS Vollnkirchen 21:38 (11:18)

"Die Mannschaft hat sich angestrengt und alles gegeben, am Ende gewann Vollnkirchen aber auch in der Höhe verdient", sagte Marburgs Co-Trainer Bernd Portjanow. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit verlief das Spiel ausgeglichen, ehe die Verletzung von Maik Wöhner einen kleinen Bruch darstellte. Vollnkirchen nutzte die Marburger Fehler konsequent aus und kam zu einfachen Toren.

Tore für Marburg: Jonas Schuster (7), Chris Syring (4), Lars Hornung (3), Julian Ingenbleek, Christian Rottmann (je 2), Maik Wöhner, Max Flothow, Sam Imani (je 1)

TSV Lang-Göns II - HSG Marburg/Cappel 15:33

Engagierter Auftritt beim wichtigen Auswärtsspiel

Von der ersten Spielminute an war zu spüren, dass die Gelb-Blauen gegen den Tabellennachbarn endlich wieder doppelt punkten wollten. Der letzte Sieg lag immerhin fast drei Monate zurück, damals gewann man ebenfalls auswärts in Lollar. Die Einsatz- und Kampfbereitschaft der HSG aus Marburg war auch der ausschlaggende Grund, warum die Heimmannschaft des TSV Lang-Göns von Anfang an einem Rückstand hinterherlief. Nach wenigen Minuten stand es bereits 6:1 für die HSG. Die Abwehr der Marburger stand endlich wieder äußerst sicher und der Marburger Rückraum mit Jonas Schuster und Max Flothow agierte sehr treffsicher. Zudem erwischte Alex Syring im Marburger Tor einen Sahnetag und brachte die gegnerischen Spieler fast zur Verzweiflung, unter anderem mit fünf von sechs (!!!) gehaltenen Sieben-Metern.
Zur Halbzeit stand es 8:15 und ein wenig errinnerte das Spiel an den üblichen Spielverlauf in der vergangenen Aufstiegssaison, wo die Spiele auch meistens bereits zur Halbzeit entschieden waren. Die HSG lies aber nicht nach und setzte auch in der zweiten Hälfte auf eine konzentrierte Defensive und schnelle Tore. In der Schlußphase zeigten dann die Nachwuchsspieler Sam Imani und Julian Ingenbleek sowie Roman Aprin ihr Können und spielten wie der Rest der Mannschaft sehr konzentriert und abschlussstark. Im Endeffekt stand mit 15:33 ein deutliches Ergebnis auf der Anzeigetafel. In den nächsten beiden Spielen gegen den Tabellenführer aus Vollnkirchen und den Fünften Dutenhofen/Münchholzhausen bekommt es die HSG allerdings mit Gegnern eines ganz anderen Kalibers zu tun.

Durch den Sieg zieht die HSG am vorher punktgleichen TSV Lang-Göns vorbei und dürfte nun nicht mehr in Gefahr geraten, auf einen der beiden letzten Tabellenplätze abzurutschen. Trotz einer verkorksten Saison ist damit das primäre Saisonziel, der Klassenerhalt, erreicht.

Für die HSG Marburg/Cappel spielten: Alex Syring; Jonas Schuster (10), Max Flothow (7), Christian Rottmann (4), Lars Hornung (3), Chris Syring (3), Maik Wöhner (2), Roman Aprin (2), Sam Imani (1), Ole Ackermann (1), Julian Ingenbleek, Arne Ackermann, Johan Grede, Henning Dippel

HSG Marburg/Cappel – HSG Hungen/Lich 26:28 (15:15)

Gut gespielt, trotzdem keine Punkte für die HSG

"Die Gäste waren im Abschluss zielgerichteter, sie wollten das Tor etwas mehr als wir", sagte Marburgs Co-Trainer Bernd Portjanow. Das Fehlen einiger Stammkräfte kompensierte Marburg mit A-Jugendspielern. "Sie spielten auch sehr engagiert. Insgesamt gab das Team sein Bestes im Rahmen seiner Möglichkeiten." Allerdings ließen die Marburger wieder viele gute Chancen liegen.
In einem guten Spiel wechselte die Führung häufig, aber nie hatte eine Mannschaft einen Vorsprung von mehr als zwei Treffern. Nach dem 15:15 zur Pause begann Marburg den zweiten Abschnitt stark, doch in der Schlussphase schlossen sie ihre Angriffe zu überhastet ab.

Für Marburg spielten: Alex Syring; Jonas Schuster (10), Christian Rottmann (5), Lars Hornung, Sam Imani (je 3), Henning Dippel (2), Ole Ackermann, Chris Syring, Maik Wöhner (je 1), Julian Ingenbleek, Roman Aprin, Arne Ackermann

HSG Nordeck-W./All./Lon. - HSG Marburg/Cappel 30:22 (12:11)

Marburg geht im Derby gewaltig baden

Die Geschichte dieses -aus HSG-Sicht höchst unerfreulichen- Spiels ist schnell erzählt: nachdem die Blau-Gelben von Trainer Uwe Schulz und "Co" Bernd Portjanow die spielerisch von beiden Teams sehr dürftige erste Halbzeit noch ausgeglichen gestalten konnten und mehrfach die Chance vergaben, sich um einige Treffer abzusetzen, brachen sie nach dem Seitenwechsel zunächst phasenweise und dann gegen Ende nahezu völlig ein.

"Rien ne vas plus" mochte sich manch mitgereister Marburger auf der Tribüne denken - es schien wirklich nichts mehr zu gehen! Das Bemühen kann man der Mannschaft indes nicht absprechen, dennoch bleibt zu konstatieren, dass in der entscheidenden Phase schlichtweg nichts zusammenlief, weder offensiv noch in der Abwehr. Einzig der treffsichere Henning Dippel zeigte so etwas wie Normalform - Bernd Portjanow fand nach dem Spiel deutliche Worte und sprach von einer "verkorksten Saison". Niemand mag ihm angesichts der regelmäßig offenbarten eklatanten Mängel widersprechen; den Gastgebern genügte in diesem Falle eine spielerisch und taktisch sehr biedere Leistung, aufgewertet allerdings durch leidenschaftlichen Einsatz und das Ausspielen der eigenen Stärken - diese gezeigte Griffigkeit und Beharrlichkeit genügte, um der HSG in den letzten 10 Minuten vollends den Schneid abzukaufen. Weiterlesen: 1. Herren: 30:22-Klatsche in Nordeck

TSV Kirchhain - HSG Marburg/Cappel 39:31 (20:16)

Keine Chance für HSG Marburg in Kirchhain

Niemand verliert gerne ein Handballspiel, eine Niederlage in einem Derby schmerzt entsprechend noch mehr als ein "normales" verlorenes Match. Daher kann es kaum verwundern, dass nach der Schlusssirene auf Marburger Seite fast ausschließlich lange Gesichter zu beobachten waren, während die Akteure des TSV Kirchhain sich vollkommen verdient vor schöner Kulisse feiern lassen konnten.
Laut Trainer Uwe Schulz und "Co" Bernd Portjanow lag der Hund speziell in der ungenügenden Abwehrarbeit begraben: den Gastgebern wurde es zu selten schwer gemacht, Treffer zu erzielen, immer wieder sorgten individuelle Aussetzer dafür, dass die Schwarz-Weißen in Lücken vorstießen, in welchen man auch einen Kleinlastwagen hätte parken können. So lag die HSG vom Anpfiff weg ständig im Hintertreffen, arbeitete sich zwar einige Male vielversprechend auf Schlagdistanz heran, brachte sich dann aber reihenweise selbst um den (möglichen) Erfolg - wie Mitte der zweiten Hälfte, als man durch schnelle Gegenangriffe nach Ballgewinnen auf Ausgleichskurs zu sein schien. Dazu kam, vermeintlich positiv für Blau-Gelb, dass -wie bereits im Hinspiel- TSV-Spielertrainer Müller nach grob unsportlichem Einsteigen im Gegenstoß gegen Ole Ackermann, der glücklicherweise unverletzt blieb, die rote Karte sah. Doch nahmen fortan die erfahrenen Pascal Oswald und Jan Lücker sowie der treffsichere Tom Mohr das Heft in die Hand und schaukelten den Heimsieg relativ locker und unaufgeregt nach Hause. Weiterlesen: 1. Herren: Herbe Schlappe im Derby

HSG Marburg/Cappel - HSG Dilltal II 31:31 (13:11)

Wieder fehlt es an Cleverness – Heimremis hilft nicht wirklich weiter

Gründe, die als Erklärung dafür taugen könnten, warum die HSG Marburg erneut gegen einen direkten Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel nicht gewinnen konnte, ließen sich leicht finden: karge und wenig konstante Trainingsbeteiligung; kaum Selbstbewusstsein, nachdem man immer noch nicht so recht zu wissen scheint, wo man in dieser Liga denn nun steht; wechselnde Besetzungen mangels Alternativen; verletzte Spieler... die Liste wäre lang. Doch all diese Punkte erklären nicht, wieso auch teils beste Torgelegenheiten allzu oft nicht genutzt werden – und auch nicht, warum es gegnerischen Angriffsreihen nicht besonders schwer zu fallen scheint, Tore zu erzielen.
Im Profibereich würde ein Trainer - ebenso wie die Medien - in einer vergleichbaren Situation vermutlich die oft zitierte "Charakterfrage" stellen: wenn es schon spielerisch nicht läuft, gibt dann jeder Spieler alles für den Erfolg, will diesen notfalls erzwingen? Intern erkannt und auch im Spiel gegen die Reserve aus Dilltal wieder zu besichtigen: speziell in den entscheidenden Phasen fehlt es an "Killerinstinkt", allerbeste Einwurfgelegenheiten werden fahrlässig vergeben. Dazu gestattet man dem Gegner leichte Treffer, es scheint nicht zu gelingen, sich auf Angriffsschemata einzustellen und effizient zu reagieren - dieser Umstand in Tateinheit mit laschem Zweikampfverhalten führt selten zum Erfolg. Den Gästen aus Dilltal genügten eine starke kämpferische Vorstellung sowie mannschaftliche Geschlossenheit und zwei Spieler, die Verantwortung übernahmen, wenn scheinbar nichts mehr ging. Die Blau-Gelben ihrerseits zeigten phasenweise sogar guten Handball, erarbeiteten sich immer wieder ein 3- oder 4-Tore-Polster - um dieses postwendend durch Nachlässigkeiten vorne wie hinten wieder zu verspielen. Dieser rote Faden zog sich bis zu Ende der Partie, Marburg konnte 40 Sekunden vor dem Ende auf 2 Treffer wohl entscheidend davonziehen, scheiterte aber am Torhüter. Im lange ausgespielten Gegenangriff kassierte man den absolut vermeidbaren Ausgleich und konnte die verbleibenden Sekunden nicht mehr für Zählbares nutzen.

Klar ist: ab jetzt zählen Ausreden und schöne, wortreiche Erklärungen und Analysen nichts mehr. Es geht einzig und allein darum, die Klasse zu halten. Egal wie. Das sollte nun spätestens jeder begriffen haben.

Für die HSG Marburg im Einsatz: Alex Syring, Herbert Gärtner; Jonas Schuster (9), Sven Kothe (5), Arne Ackermann (4), Elias Kappner (4), Michael Mühlberger (4), Nils Zeller (2), Ole Ackermann (1), Henning Dippel (1), Chris Syring (1), Lars Hornung, Heiner Coors, Max Rief.

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